Tipps von Experten zur Schneiderbüste

Interview mit Jana und David Scholten
von Dots Designs.

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Liebe Jana, lieber David,
Dots Designs ist euer Nähblog, der immer beliebter und auch bekannter wird. Begonnen hatte das Ganze mit Handtaschen aus Alcantara.

Jana, wann habt Ihr für euch entdeckt, dass es auch Spaß macht, Kleidung zu schneidern?

Das fing damit an, dass mir die Stangenware nicht mehr gefiel. Die Kleidung aus dem Laden wird so geschneidert, dass es für alle passt. Da das Richtige zu finden wird immer schwieriger. Spaß am Shoppen hat man dann auch nicht mehr. Und so fing ich an Kleidung zu nähen, die mir passt und auch noch toll aussieht, also maßzuschneidern.

Ab wann und warum wurde eine Schneiderpuppe für Euch wichtig?

Eigentlich gleichzeitig mit dem Kleidung nähen. Besonders bei maßgeschneiderter Kleidung ist es wichtig, dass alles perfekt passt. Bevor man etwas fest näht, steckt man es mit Stecknadeln fest. Jedesmal musste ch zur Anprobe die Kleidung anziehen.

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Jana und Schneiderpuppe Isabell bei der Arbeit

Das Problem dabei ist, dass es z.B. am Rücken sehr schwer ist etwas abzuändern, während man die Kleidung an hat. Und pieksen tut es auch sehr dolle.

Worauf habt Ihr geachtet, als Ihr eine Kleiderpuppe gekauft habt?

Beim Kauf von einer Schneiderpuppe haben wir darauf geachtet, dass sich so viele Zonen wie möglich (z.B. Schultern, Taille, Brustumfang usw.) vergrößern und verkleinern lassen. Besonders wichtig ist es auch, dass man an ihr auch Kleidung feststecken kann. Also, dass das Obermaterial von der Schneiderpuppe nicht aus Kunststoff oder sogar aus Holz besteht.

Auf Dots Designs bietet Ihr Schnittmuster an, mit passenden Anleitungen und Videos. Damit wird es ganz leicht, Nähprojekte umzusetzen.

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Wichtig ist vor allem auch das richtige Werkzeug, wie zum Beispiel die Schneiderbüste. Welche Art von Büste würdet Ihr Euren Kunden empfehlen?

Am besten sind die Schneiderbüsten, die sich leicht verstellen lassen und wo man so viele Zonen wie möglich verändern kann.

Habt Ihr Eurer Schneiderpuppe einen Namen gegeben?

Natürlich, sie gehört ja schon fast mit zur Familie. Unsere treue Seele heißt Isabell.

Gibt es noch einen letzten Tipp zum Thema Schneiderpuppe von Euch?

Bei einer Schneiderpuppe muss man nicht allzu viel Geld ausgeben. Beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass die Schneiderpuppe stabil auf dem Boden steht, so dass sie sich nicht leicht umkippen lässt. Außerdem sollte man auch drauf achten, dass sich an der Puppe so viele Zonen wie möglich einstellen lassen und das ohne großen Kraftaufwand. Schneiderpuppe, Schneiderbüste, Schneidern, Nähen, Abstecken, Stoff, Stoff drapieren, Stoff in Falten legen, Schneiderei, Schneiderpuppe, Rockabrunder

Ansonsten kann Ich nur jedem empfehlen der Kleidung nähen möchte, sich eine Schneiderpuppe zuzulegen. Weil es wirklich enorm die Arbeit erleichtert und außerdem macht es viel mehr Spaß damit!

Herzlichen Dank für das Interview!Schneiderpuppe, Schneiderbüste, Schneidern, Nähen, Abstecken, Stoff, Stoff drapieren, Stoff in Falten legen, Schneiderei, Schneiderpuppe, Rockabrunder

 

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Interview mit Jana-Lea Zimmat,
angehende Modedesignerin und Jungunternehmerin.

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Liebe Jana-Lea, als Modedesignerin arbeitest du an eigenen Entwürfen. Wie hilft dir eine Schneiderpuppe bei der Arbeit?

Nun, eine Schneiderpuppe ist für mich immer dann wichtig, wenn ich neue Ideen ausprobieren möchte. Ich arbeite am liebsten mit der „Draping-Methode“, die für mich ideal ist, um herauszufinden, ob das, was ich mir auf dem Papier ausgedacht habe, auch funktioniert.

Hier kann ich gleich sozusagen in 3D sehen, wie meine Idee aussieht, wie sich der Stoff verhält, und wo ich vielleicht noch nachbessern muss.

Im 2. Semester habe ich beispielsweise eine sehr aufwändige und experimentelle Robe für das Historische Museum Luxemburg entworfen. Naja, die Zeichnung sah super aus, das ganze dann aber in die Realität umzusetzen war eine echte Herausforderung! Schneiderbüste, Schneiderbüsten, Schneiderpuppe, Schneiderpuppen, Kleiderpuppe, Kleiderständer, Stummer Diener, Schneiderbüste, Büste, Robe, Uniform, Museum, Frankreich, Saarland, Vive la Sarre, Jana-Lea Zimmat, Robe, Kleidung, Design, Entwurf, Schaufensterpuppe

Nach etlichen schlaflosen Nächten, Unmengen an physikalischen Experimenten an der Puppe und mit Hilfe von Torstahl aus dem Baumarkt hat es dann doch geklappt. Tragbar war es nicht wirklich (weil furchtbar unbequem), aber es sah klasse aus!

Mit was für einer Schneiderpuppe arbeitest du?

Ich habe mir gleich im ersten Semester eine recht günstige Schneiderpuppe online bestellt. Sie ist nichts besonderes, aber mit meinem „Studentengehalt“ war nicht mehr drin. Ich benutze sie allerdings heute noch. Es ist ein einfacher Styropor-Torso mit einem dünnen Polyester-Überzug und einem Holzfuß-Ständer. Natürlich hat sie schon ein paar Dellen, aber für meine Zwecke reicht sie völlig aus.

Gibt es ein Nähprojekt, das du dir ohne Schneiderpuppe überhaupt nicht denken kannst?

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Naja, bis jetzt habe ich sie bei all meinen Nähprojekten gebraucht. Vor allem wenn es drum geht, nicht den „Standard-Schnitt“ zu machen, ist es sehr praktisch eine Puppe zu haben. Das Anprobieren am Menschen ist natürlich dennoch unerlässlich und kann von einer Puppe nicht ersetzt werden. Aber zum Experimentieren ist eine Schneiderpuppe optimal. Und sie beklagt sich nicht, wenn man sie mal piekt.

Wann lohnt sich für ambitionierte Näherinnen der Kauf einer eigenen Schneiderbüste?

Also ich würde sagen, wenn man verstanden hat, wie Schnitte funktionieren und man eigene Schnitte entwickeln möchte, dann sollte man sich eine Schneiderpuppe anschaffen. Wenn man allerdings einfach gerne fertige Schnitte beispielsweise aus der Burda nähen möchte, dann ist eine Schneiderpuppe nicht unbedingt notwendig, denke ich.

Worauf sollte man beim Kauf der ersten eigenen Schneiderpuppe achten?

Es kommt natürlich drauf an, wofür man eine Schneiderpuppe nutzen möchte. Wenn man nur für sich selbst entwerfen und nähen möchte, ist die richtige Größe wichtig. Also sollte man zuerst bei sich selbst Maß nehmen (Brustumfang, Taillenumfang, Hüftumfang und auch Oberkörperlänge), damit man eine Puppe suchen kann, die diesen Maßen möglichst entspricht.

Wenn man allerdings vorhat für die Industrie zu arbeiten, beispielsweise als freie Designerin oder ähnliches, dann ist eine Schneiderpuppe in der Standardgröße 38 von Vorteil.

Ansonsten ist es abhängig von dem, was man braucht: Es gibt zum Beispiel extra „Draping-Puppen“ oder auch verstellbare Puppen (damit habe ich noch nicht gearbeitet), und da gibt es dann jeweils auch wieder unterschiedliche Preisklassen und Ausführungen. Ich denke, da sollte man sich umfassend informieren vor dem Kauf. Grundsätzlich bin ich für Qualität: Je besser die Puppe gearbeitet ist, desto länger hat man Freude damit. Aber wenn man gut drauf aufpasst, hält auch eine Styropor-Puppe sehr lange. Schneiderbüste, Schneiderbüsten, Schneiderpuppe, Schneiderpuppen, Kleiderpuppe, Kleiderständer, Stummer Diener

Gibt es noch einen letzten Tipp, den Du geben kannst, was das erfolgreiche Arbeiten mit einer Schneiderpuppe angeht?

Es ist völlig egal, ob man eine teure oder eine günstige Schneiderpuppe hat, das, was man mit Kreativität und Leidenschaft draus macht, ist das, was zählt.

Herzlichen Dank für das Interview!

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